Wie perfekt Sport und leidenschaftlicher Naturschutz harmonieren, zeigt im Mai 2026 erneut der Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach e.V. mit seinen Aktionen für die heimische Artenvielfalt.
Zum Weltbienentag
Der Weltbienentag wird seit 2018 am 20. Mai gefeiert, dem Geburtstag von Anton Janša, der als Pionier der modernen Imkerei gilt. Passend dazu stand auch das Golfturnier ganz im Zeichen des Artenschutzes. Während die Startgelder direkt in den Kauf regionaler Samenmischungen flossen, um bereits bestehenden Blühwiesen auf der Anlage langfristig zu erhalten, gab es für die Turniersieger ein besonderes Präsent aus dem Club: „Das ist ein Glas Blütenhonig aus dem Jahr 2026, der direkt vor Ort von den Bienen in Bad Herrenalb gesammelt und von einem lokal ansässigen Imker abgefüllt wird“, so Vizepräsiden Frank Gerlach.
Kooperationen, die Früchte tragen
Dass sich der 9-Loch-Platz in den letzten Jahren zu einer echten Oase für Tiere und Pflanzen entwickelt hat, ist kein Zufall. Sabine Zoller berichtet in ihrer Funktion als Artenschutzbeauftragte über die vielen erfolgreich umgesetzten Aktionen, die erst durch ein starkes Netzwerk möglich wurden. Neben der „Gerda und Kurt Härtwig-Stiftung“ arbeitet der Club hierfür eng mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, dem Forst Baden-Württemberg und weiteren lokalen Partnern zusammen.
Die Anlage beweist eindrucksvoll, wie lebendig ein moderner Golfplatz sein kann. Bestes Beispiel ist das imposante, knapp vier Meter große XXL-Wildbienenhotel an Bahn 8, das gemeinsam mit Forst BW errichtet wurde. Einen gänzlich anderen, feinen Lebensraum finden Wildbienen wiederum auf Bahn 2. Hier bauten die Pfadfinder vom Stamm der Cherusker ein behutsam angelegtes Sandarium. Auch kulinarische Akzente gliedern sich in das Naturkonzept ein, wie die Bärlauch-Blüten zeigen, die vom Dobler „Bärlauch-Papst“ Roy Kieferle gepflanzt wurden. Flankiert werden diese Projekte von Meike Eklunds Schafen und Ziegen, die als lebendige Rasenmäher das Tal naturnah offenhalten. Am Ende schließt sich der Kreislauf bei den Obstbäumen, deren Ernte die Clubmitglieder im Herbst alljährlich in hauseigenen Apfelsaft verwandeln.
Auszeichnung und Blick in die Zukunft
Deutschlandweit erstrecken sich Golfplätze auf rund 48.000 Hektar Fläche. Weil davon im Schnitt nur knapp 40 Prozent für den eigentlichen Spielbetrieb genutzt werden, schlummert hier ein riesiges Potenzial für den Artenschutz. Wie perfekt sich diese ungenutzten Flächen ökologisch aufwerten lassen, zeigt der Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach par excellence: Für sein vorbildliches Engagement wurde der Club bereits 2022 offiziell geehrt und ausgezeichnet.
